Lass die Grenzen der Lesbarkeit verschwimmen, indem du die einzelnen Kanten der Zeichen steuerst.

Die variable Schrift versteht jeden Buchstaben als ausfahrbare „Klappbox“, bei der jede Seite – oben, links, unten und rechts als Fläche einzeln „herausgezogen“ werden kann. Überlappende Flächen ergeben dabei spannende Negativräume.

Durch die individuelle Bedienbarkeit der verschiedenen Seiten eines Buchstabens ergeben sich in seinen verschiedenen Stadien auch Zeichen, die auch als anderes Zeichen wahrgenommen werden können. Ein o mit einem hohen Wert für die rechte Fläche erscheint wie ein a; ein s ist lediglich mit allen ausgefahrenen Seiten als solches erkennbar und ähnelt ansonsten eher einem f. Zudem gibt es Zustände, in denen Flächen komplett verschwinden, da sie sich genau überlappen.

Durch diese neue Zuordnung entstehen Beziehungen zwischen Formen, die ansonsten nicht sichtbar geworden wären. Neue unbekannte Glyphen entstehen, reihen sich in das Gesamtbild ein und unterstreichen die Notwendigkeit von Kontext.