Wie wirkt Schrift ohne Linearität?

Eine immanente Eigenschaft der Schrift ist ihre Linearität: Betrachtet man Zeichen nicht singulär, sondern seriell, so folgen die Zeichen meist einer übergestellten Ordnung, die zudem auch vorgibt, wie Schrift gelesen werden soll. Doch was passiert, wenn die Buchstaben beim Tippen nicht dort landen, wo sie erwartet werden? 

In dieser Schrift platzieren sich die Buchstaben scheinbar willkürlich hinter oder vor ihre Vorgänger. Dadurch wird Text als Textur sichtbarer und Bedeutung ergibt sich vermehrt aus dem Kontext der umliegenden Buchstaben.

Dafür wurden zwei Schriften erstellt: In der ersten Version variieren die Buchstaben nur seitlich, bleiben jedoch auf ihrer vorgesehenen Höhe. In der zweiten Version verlassen sie auch ihre horizontale Linearität und stehen zusätzlich ober oder unterhalb ihres „Kegels“.