Dies ist eine experimentelle Erforschung der Grenzen zwischen Schrift und Bild – eine Spielwiese zum suchen, schwanken und scheitern.

Das Alphabet codiert einen Großteil unserer Information: Sei es über klassische Printprodukte, Werbung, Messenger-Nachrichten oder Social-Media Einträge. Selbst digitale Bilder und Videos basieren auf alphanumerischem Code, der als Pixelgrafik dargestellt wird. Unsere Erwartung an Schrift ist daher oft eine rein funktionale.

Stolpern wir nun über Zeichen oder Schriften, die unserer Erwartungen der Lesbarkeit nicht entsprechen, sind wir mitten in einer Krise der Lesbarkeit. Unsere Wohlfühl-Blase aus lesbaren Zeichen wird für einen kurzen Moment erschüttert. 

Die Experimente sollen dazu animieren, nicht lesekundig sehen zu wollen, sondern nur zu schauen.

Wenn sich Schriftzeichen unseren Erwartungen und Sehgewohnheiten widersetzen, löst das in uns einen kurzen Moment des Innehaltens und der Frustration aus. Die hier zur Verfügung stehenden Schriftspiele thematisieren das Nicht-Lesen können und sollen dazu animieren über dieses Innehalten hinauszugehen. 

Experimente